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Japanische Kampfkunst: Deutschlands einzige „Taido“-Gruppe trainiert in Lübeck

Thema am 21.01.2016
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In Lübeck gibt es eine Kampfsport-Truppe, die gibt es so kein zweites Mal in Deutschland – und die macht Taido. Der Verein Uni-Dojo Zanshin bietet den Kampfsport in Kooperation mit der Hochschule an.

Auf den ersten Blick ähnelt es der Kampfkunst Aikido und dem brasilianischen Kampftanz Capoeira, doch das aus Japan stammende Taido besteht vor allem aus Akrobatik. Zunächst beginnt man ganz traditionell mit der Begrüßung auf Japanisch. Dann folgt die Aufwärmphase, die sehr wichtig ist. Dazu gehören unter anderem auch Atemübungen. Für die schnellen Bewegungen müssen außerdem die Muskeln ausreichend gedehnt sein. Denn viele Choreografien und Grundbewegungen, die „Unsoku“, sind körperlich sehr anspruchsvoll und fordern die volle Konzentration – vor allem für Anfänger.

Mit dem schwarzen Gurt hat man die höchste Auszeichnung erreicht. Wettkämpfe finden überwiegend in den Hochburgen des Taido statt, in Japan oder Finnland. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Formen: die Choreografie und den Freikampf, bei dem Körpertreffer zwar erlaubt sind, allerdings kein Vollkontakt. Je präziser die Bewegungen ausgeführt sind, desto mehr Punkte gibt es. Es entsteht ein ständiger dreidimensionaler Fluss an Bewegungen. Und obwohl es den Kampfsport schon seit 1962 gibt, ist es eine Randsportart. Weltweit gibt es zwischen zehn und 15.000 aktive Taidoka.

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