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Woche der Wiederbelebung: Erste-Hilfe-Tipps bei Herzstillstand

Thema am 23.09.2014
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In Deutschland erleiden mehr als 100.000 Menschen pro Jahr einen plötzlichen Herzstillstand. Sofortige Hilfe ist dann lebensrettend. In der Woche der Wiederbelebung vom 22. bis 26. September veranstalten daher die Asklepios Kliniken in Hamburg wieder zahlreiche Aktionen wie Informationsveranstaltungen und Reanimationstrainings. Immer wichtiger wird dabei die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen in Erste-Hilfe-Maßnahmen.

 

Plötzlicher Herzstillstand - Wie kann ich helfen?

Prüfen Sie das Bewusstsein der Person, sprechen Sie sie laut an, schütteln Sie die Person leicht an den Schultern. Ist die Person ansprechbar, lassen Sie sie in dieser Position liegen und holen Sie Hilfe, vergewissern Sie sich regelmäßig, dass sie ansprechbar bleibt.

 

Hilfe holen, Atmung kontrollieren

Reagiert die Person nicht, rufen Sie laut um Hilfe, um weitere Helfer darauf aufmerksam zu machen. Bitten Sie die Person den Notruf 112 zu informieren und kontrollieren Sie dann die Atmung. Ist sie normal, drehen Sie den Bewusstlosen in eine stabile Seitenlage.

 

Herzdruckmassage

Ist die Atmung nicht normal, machen Sie den Oberkörper der Person frei, platzieren den Ballen einer Hand auf die Mitte der Brust des Patienten und setzen den Ballen der anderen Hand auf die erst Hand. Halten Sie die Arme gerade. Beugen Sie sich über den Brustkorb des Betroffenen und drücken Sie mit gestreckten Armen das Brustbein mindestens 5 Zentimeter nach unten. Vorsicht: nicht mehr als 6 Zentimeter.

Drücken Sie 30 Mal in einem Tempo von mindestens 100 Mal in der Minute, aber nicht schneller als 120 Mal in der Minute. Danach machen Sie zwei Beatmungen: Kopf des Bewusstlosen nach hinten neigen, sein Kinn anheben und entweder durch den Mund oder durch die Nase beatmen.

Ist ein Defibrillator in der Nähe, benutzen Sie diesen. Nach Einschalten des Gerätes werden Sie durch laute Sprachansagen aufgefordert, die nächsten Schritte zu tun.

 

WICHTIG: Kommt es zu einer lebensgefährlichen Situation, ist es zu spät sich über Maßnahmen zu informieren. Verinnerlichen Sie den Ablauf für den Notfall also schon vorher. Wenn Sie sich unsicher sind, besuchen Sie einen Erste-Hilfe Kurs.

TIPP: Die App "Hamburg schockt" zeigt Erste-Hilfe-Maßnahmen in wenigen Schritten, hilft das Wissen aufzufrischen und zeigt an, wo sich in der Umgebung Defibrillatoren befinden. 

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